Kartenmirakel
Knüllereffekte
Dieser Titel ist voll berechtigt. Ich führe dieses Kunststück seit mehr als dreißig Jahren vor, und es verblüfft jedes Mal sowohl Laien als auch Zauberkünstler. Bewahren Sie es für eine ‚besondere‘ Gelegenheit auf.
Benutzen Sie zwei gewöhnliche Kartenspiele mit kontrastierender Rückenfarbe. Die Spiele werden zum Vorschein gebracht und der Zuschauer wird gebeten, eines davon auszuwählen. Er wird nun angewiesen, seine Karten in die Hand zu nehmen und genau dasselbe zu tun wie der Zauberkünstler. Mischen Sie Ihr Kartenspiel (der Zuschauer tut dasselbe). Während Sie mischen, werfen Sie heimlich einen Blick auf die unterste Karte Ihres eigenen Spieles. Mischen Sie sie nach oben auf das Spiel. Nun tauschen Sie Ihr Spiel mit dem des Zuschauers aus (Ihre ‚Leitkarte‘ befindet sich nun oben auf seinem Spiel). Ziehen Sie eine Karte aus der Mitte des Spiels heraus (der Zuschauer tut dasselbe), schauen Sie sich ihre Bildseite an und merken Sie sich scheinbar ihren Namen (in Wirklichkeit können Sie den Namen dieser Karte gleich wieder vergessen). Legen Sie die Karte oben auf das Spiel und heben Sie das Spiel einmal vollständig in der Mitte ab. „Sehen Sie mal das Spiel durch, ob Ihre Karte noch vorhanden ist.“ Sie beide blättern nun Ihre Kartenspiele durch. Sie selbst suchen dabei die ‚Duplikatkarte‘ der ‚Leitkarte‘ heraus und bringen sie oben auf Ihr Spiel. Nehmen wir an, die ‚Leitkarte‘ sei die Pik Zwei. In diesem Fall müssen Sie nun die ‚Zwillingskarte‘, nämlich die Kreuz Zwei, heraussuchen und auf die Bildseite des Spieles bringen. Sie bestätigen nun beide, dass ihre Karten noch in den Spielen sind.
Tauschen Sie nun die Spiele wieder aus. Bitten Sie den Zuschauer, sein Spiel aufzufächern und seine Karte herauszunehmen. Er soll sie bildunten auf den Tisch legen. Während er dies tut, blättern Sie das Spiel durch, das er Ihnen gerade gegeben hat, und suchen Ihre ‚Leitkarte‘ (Pik Zwei) heraus. Die Karte zu ihrer Linken wird die Zuschauer-Karte sein. Nehmen Sie sie aus dem Spiel heraus und legen Sie sie verdeckt auf den Tisch, aber erst, nachdem Sie die Pik Zwei oben auf das Spiel und die Kreuz Zwei auf die Bildseite des Spiels gebracht haben. Sie haben genug Zeit, dies völlig offen zu tun, während Sie angeblich nach Ihrer Karte suchen.
Nun liegen zwei Karten auf dem Tisch (die des Zuschauers und Ihre eigene). Bitten Sie ihn, von oben ein kleines Päckchen Karten abzuheben. Versuchen Sie zu schätzen, wie viele Karten er abhebt, und heben Sie etwa genauso viele von Ihrem Spiel ab. „Wir wollen sehen, ob wir die gleiche Anzahl von Karten in der Hand halten.“ Lassen Sie ihn seine Karten einzeln und übereinander auf den Tisch zählen, wobei sich deren Reihenfolge umkehrt. Tun Sie selbst das Gleiche (wenn Sie die gleiche Anzahl von Karten haben, ist dies ein Zusatzeffekt) Wenn Sie eine Karte zu viel oder zu wenig geschätzt haben, legen Sie einfach die oberste Karte weg oder nehmen eine vom Spiel auf. Lassen Sie beide die kleinen Päckchen auf dem Tisch neben den gezogenen Karten liegen. Das Restspiel wird jeweils neben den anderen Stapel gesetzt. Sie haben nun drei Stapel – ein großes Päckchen, ein kleines Päckchen und eine einzelne Karte. Beginnen Sie nun zu erklären, dass die Chancen eins zu einer Million stehen, dass die untersten Karten der beiden Spiele miteinander übereinstimmen. Drehen Sie die beiden größeren Stapel mit der Bildseite nach oben und zeigen Sie, dass dies tatsächlich der Fall ist. Machen Sie nun dasselbe mit den kleineren Päckchen, und die Karten stimmen wiederum überein. „Und natürlich ist es fast unmöglich, dass unsere freigezogenen Karten auch übereinstimmen, nicht wahr?“ Drehen Sie die gewählten Karten um und Sie haben ein dreifaches Wunder zustandegebracht: „Drei zu einer Million.“
Der Text stammt aus dem gleichnamigen Buch „Kartenmirakel“, das in der ersten Auflage von Rudolf Braunmüller unter dem Titel „Kartengeheimnisse und Kartenmirakel“ herausgegeben wurde. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber.
